Carl Hugo Tzschucke Carl Hugo Tzschucke  ‎(I17635)‎
Nachname: Tzschucke
Vornamen: Carl Hugo

Geschlecht: männlichmännlich
      

Geburt: 28. Januar 1809 26 Meißen
Tod: 20. März 1879 ‎(Alter 70)‎ Meißen
Persönliche Fakten und Details
Geburt 28. Januar 1809 26 Meißen

Heirat Thusnelda Thekla Baltzer - 5. Mai 1838 ‎(Alter 29)‎
Tod 20. März 1879 ‎(Alter 70)‎ Meißen

Universelle ID-Nummer 23D8377EDC237C45B636C0AD44B45B97B3DA
Letzte Änderung 12. November 2014 - 18:34:35
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Familie der Eltern  (F7495)
Carl Johann Gottlieb Tzschucke
1782 - 1832
Carl Hugo Tzschucke
1809 - 1879

Eigene Familie  (F644)
Thusnelda Thekla Baltzer
1815 -
Hugo Oskar Tzschucke
1839 - 1839
Thekla Magarete Tzschucke
1840 -
Johanna Thekla Tzschucke
1843 -
Susanna Thekla Tzschucke
1845 -
Hugo Tzschucke
1847 -


Bemerkungen

Bemerkung
Er war ein deutscher Jurist und Politiker. Er war Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung und beider Kammern des Sächsischen Landtags.

Leben und Wirken vgl. ­http­://­de­.­wikipedia­.­org­/­wiki­/­Tzschucke­

Leben und Wirken insb. in Meißen:
In Meißen wurde eine Straße nach dem demokratisch und sozial gesinnten sowie politisch engagierten Meißner Bürgermeister Carl Hugo Tzschucke benannt. Er besuchte vom 07.04.1823 bis 19.09.1827 die Meißner Fürstenschule. Ab 1828 Jura-Studium an der Universität Leipzig. Ab 12.09.1833 Stadtgerichtsassessor in Meißen. Ab12.03.1837 auf Vorschlag von Bürgermeister Wiesand zum 2. Ratsmitglied und Stellvertreter des Bürgermeisters bestellt. Nach dem Tode von Bürgermeister Wiesand wurde Tzschucke am 02.07.1840 zum Bürgermeister ge­wählt ‎(Amtseinweisung am 24.07.1840)‎. Am 12.05.1848 Wahl zum Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung. Er trat für einen deutschen Bundesstaat unter Einschluss Österreichs mit einem Reichsverweser an der Spitze sowie für eine konstitutionelle Monarchie in Sachsen ein und lehnte ein erbliches deutsches Kaisertum, aber auch jeden gewaltsamen Umsturzversuch ab. In Meißen wurde er wegen seiner nach links tendierenden Ansichten angefeindet und im Nov. 1848 als Abgeordneter der Nationalversammlung durch seinen rechts orientierten Vertreter Moritz Hallbauer abgelöst. Im Jan. 1849 erfolgte die Wahl Tzschuckes zum Abgeordneten der 1. Kammer des Sächs. Landtages. Er bewirkte am 03.05.1849 ein Schreiben des Stadtrats an den sächs. König, worin die sofortige Einführung der in Frankfurt beschlossenen Reichsverfassung gefordert wurde, und initiierte im Stadtrat am 04.05.1849 Beschlüsse zur Anerkennung der provisorischen Regierung in Dresden und zur Unterstützung derselben durch die Meißner Kommunalgarde. Am 05.05.1849 berief er die Kommunalgarde ein, ersetzte deren unwilli­gen Kommandanten Hauptmann v. Witzleben durch den Kommandanten der 6. Komp., Turnleh­rer Karl Weigelt, veranlasste die Bewaffnung der Kommunalgarde und setzte diese zur Unterstüt­zung der provisorischen Regierung nach Dresden in Marsch. Nach Niederschlagung des Dresdner Mai-Aufstandes durch preuß. Militär wurde Tzschucke am 08.05.1849 in Meißen verhaftet und am 26.6. seines Amtes als Bürgermeister enthoben ‎(von 1849 - 52 verwaltete August Degen das Amt des Bürgermeister kommissarisch)‎. Am 16.09.1850 verurteilte man Tzschucke wegen versuchten Hochverrats zu 5 Jahren 3 Monaten Zuchthaus. Im Mai 1852 wur­de Tzschucke amnestiert und kehrte nach Meißen zurück. Bis zu seinem Tode war er in Meißen als Advokat sowie zeitweilig als Vertreter der Sächsi­schen Hypotheken-Versicherungsgesellschaft tätig und beteiligte sich 1857 entscheidend an der Gründung der Meißner Gasanstalt.

Seine wichtigsten Verdienste als Bür­germeister:

1. Entscheidende Verbesserung der Armenfürsorge: Am 01.01.1849 Erlass einer Armen­ordnung der Stadt, welche die am 22.10.1840 von der Kgl. Staatsregierung erlassene Armenordnung den Verhältnissen der Stadt Meißen anpasste und damit das Recht der Armen auf Unterstützung fest­schrieb. Tzschucke organisierte schon 1847 eine städtische Armenbehörde nach modernen Ge­sichtspunkten ‎(ihr gehörten 3 Stadträte und 3 jedes Jahr aus dem Kreis der Stadtverordneten neuzu­wählende Mitglieder an)‎. Einteilung der Stadt in 15 Armenbezirke, denen je 1 Armenpfleger vor­stand, der alle 14 Tage die Bedürftigkeit seiner Klienten festzustellen hatte und die Unterstützungsgelder aus der städt. Armenkasse auszahlte. Alle eingehenden und eingesammelten Unterstüt­zungsgelder waren dieser Kasse zuzuweisen. Haus­bettelei wurde verboten.

2. Demokratisierung des Schulwesens ‎(Unterstützung der 1834 gegründeten Gewerbe- und Sonntagsschule; 1841 wurde die Armenfreischule zwecks weitgehender Angleichung der Stundenpläne an die der Bürgerschule unter städt. Verwaltung gestellt)‎.

3 Anregung zur Grün­dung einer Freiwilligen Feuerwehr ‎(1841)‎.

4. Mitbegründer des Turnvereins zu Meißen.

5. Beschleusung der wichtigsten Straßen ‎(ab 1841)‎.

6. Ankauf eines Grundstücks für die Errichtung eines modernen Krankenhauses im Triebischtal.

Quelle: Stadtlexikon Meißen von Günther Naumann

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Quellen
Multimedia

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Tzschucke, Carl HugoTzschucke, Carl Hugo  ‎(M1018)‎

Bemerkung: 1809 - 1879

Bemerkung: 1809 - 1879
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Familiendaten als Kind
Vater
Carl Johann Gottlieb Tzschucke ‎(I17636)‎
Geburt 6. Juni 1782 36
Tod 5. Juni 1832 ‎(Alter 49)‎ Meißen
#1
Carl Hugo Tzschucke ‎(I17635)‎
Geburt 28. Januar 1809 26 Meißen
Tod 20. März 1879 ‎(Alter 70)‎ Meißen
Familie mit Thusnelda Thekla Baltzer
Carl Hugo Tzschucke ‎(I17635)‎
Geburt 28. Januar 1809 26 Meißen
Tod 20. März 1879 ‎(Alter 70)‎ Meißen
7 Jahre
Ehefrau
 
Thusnelda Thekla Baltzer ‎(I1007)‎
Geburt 11. November 1815 26 Meißen

Heirat: 5. Mai 1838
14 Monate
#1
Sohn
Hugo Oskar Tzschucke ‎(I17640)‎
Geburt 23. Juni 1839 30 23
Tod 13. Oktober 1839 ‎(Alter 3 Monate)‎
14 Monate
#2
Tochter
Thekla Magarete Tzschucke ‎(I17641)‎
Geburt 14. August 1840 31 24
3 Jahre
#3
Tochter
Johanna Thekla Tzschucke ‎(I17642)‎
Geburt 21. Mai 1843 34 27
2 Jahre
#4
Tochter
Susanna Thekla Tzschucke ‎(I17643)‎
Geburt 4. Juni 1845 36 29
3 Jahre
#5
Sohn
Hugo Tzschucke ‎(I17644)‎
Geburt 14. Dezember 1847 38 32