Dr. theol. Gottfried Olearius Dr. theol. Gottfried Olearius  ‎(I1099)‎
Nachname: Olearius
Vornamen: Gottfried
Präfix: Dr. theol.
Auch bekannt als: Gottfried Olearius II

Geschlecht: männlichmännlich
      

Geburt: 1. Januar 1604 57 19 Halle
Tod: 20. Februar 1685 ‎(Alter 81)‎ Halle
Persönliche Fakten und Details
Geburt 1. Januar 1604 57 19 Halle

Heirat Ann-Kathrin Wogau - 11. November 1634 ‎(Alter 30)‎ Halle

Heirat Elisabeth Schäffer - 16. Januar 1638 ‎(Alter 34)‎ Halle

Beruf Evangelischer Theologe, Superintendent und Chronist Halle

Tod 20. Februar 1685 ‎(Alter 81)‎ Halle

Beerdigung 26. Februar 1685 ‎(6 Tage nach Tod)‎ Halle

Referenznummer 892
Universelle ID-Nummer A851311C7E7F314796D56442C1DE366B0CB9
Letzte Änderung 12. November 2014 - 18:33:52
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Familie der Eltern  (F702)
Prof. theol. Johannes Olearius
1546 - 1623
Sibylla Nicander
1584 - 1622
Maria Olearius
1603 - 1607
Dr. theol. Gottfried Olearius
1604 - 1685
Sibylla Olearius
1605 - 1674
Maria Olearius
1607 - 1623
Christina Olearius
1609 -
Dr. theol. Johannes Olearius
1611 - 1684
Christian Wilhelm Olearius
1618 - 1626

Familie der Stiefeltern  (F705)
Prof. theol. Johannes Olearius
1546 - 1623
Anna Heshusen
1560 - 1600
Johannes Olearius
1587 - 1610
Anna Olearius
1589 - 1664
Elisabeth Olearius
1591 - 1613
Jakob Olearius
1593 -
Katharina Olearius
1595 - 1672
Sophia Olearius
1598 -
Tilemann Olearius
1600 - 1671

Eigene Familie  (F714)
Ann-Kathrin Wogau
1612 - 1636
Johann Gottfried Olearius
1635 - 1711

Eigene Familie  (F656)
Elisabeth Schäffer
1607 - 1674
Prof. Johannes Olearius
1639 - 1713
Friedrich Olearius
1640 - 1640
Christoph Olearius
1642 - 1642
Dorothea Olearius
1643 - 1677
August Olearius
1646 - 1657
Theodor Olearius
1647 - 1647


Bemerkungen

Bemerkung
Gymnasium, 1622 Uni. Jena Studium der Philosophie, nach dem Tod der Eltern Uni Wittenberg, 1625 Magister, ebd. eifrige Lehrtätigkeit, 7.9.1629 ausserord. Adjunkt der Phil. Fakultät, 1630 Beisteuer zum Theologenkonvent in Leipzig wegen der Augsburger Konfession:1632 Schrift gegen die Papisten; 24.3.1634 Pfarrer zu St. Ulrich in Halle Licentiat und Doktor der Theologie, 1647 an die Oberpfarrkirche Uns. Lieb. Frauen in Halle und Superintendent, danach Pastor an St. Moritz, 1667 Senior der Geistlichkeit, war von guter Leibesbeschaffenheit, 29.1.1684 Schlaganfall. Seinen Namen Gottfried erhielt er nach dem Bruder der Mutter ‎(also Gottfried Nicander)‎. Nach der Haus- und Mutterschule kam er in die Deutsche Schule, dann auf das Gymnasium, wobei von seinem dort gezeigten frischen Geist Mag. Christoph Stöltzer in seiner Gratulation zum Doktorat gemäß Urteil des Rektors Evenius etwas meldete. Unter diesem Mag. Sigismund Evenius und Rektor Mag. Johann Aeschard machte er gute Fortschritte und disputierte über Christus unter Evenius in Griechisch, die Disputation wurde gedruckt; 1622 bezog er die Uni. Jena in Begleitung von Mag. Arnold Mengering, studierte Philosophie unter den Prof. Mag. Daniel Stahl und Mag. Pet. Philippe, eine Disputation von ihm wurde gedruckt. Mit Hilfe von Stipendien hörte er in Theologie die Prof. Johann Major, Johann Gerhard u. Johann Himmel, weilte eine Zeitlang an D. Majors Tisch. 1622 starb seine Mutter am 4. August, 1623 folgte der Vater am 26. Januar. Er wurde zum Begräbnis des Vaters aus Jena abgerufen und kam nachher auf obrigkeitliche Verfügung als fürstl. Stipendist unter Aufsicht von D. Friedrich Balduin auf die Uni. Wittenberg. Auf fürstlichen Befehl musste er Italienisch lernen, schaffte dies nach der Lehrart von D. Philippe Glaumius in 1 Monat, worauf er ‎(eine gedruckte)‎ Disputation in dieser Sprache hielt. 1625 wurde er Magister unter Dekan Prof. Lic. Johann Avenarius, bekam unter 25 Bewerbern den 6. Platz. Dann studierte er Theologie, wohnte bei D. Johann Hülsemann. Aufführung der gehörten Vorlesungen und Themen, sowie Disputationen, die gedruckt wurden, auch predigte er schon in Wittenberg und außerhalb. Er unterrichtete andere Studenten in Philosophie und Sprachen sowie Theologie, hielt 36 Vorlesungen und Disputationen, von letzteren wurden viele gedruckt. Besonders unterwies er die 4 Söhne von D. Friedrich Balduin, welche teils den Doktorgrad erlangten, ferner den jungen Prinzen Johann von Anhalt nebst dessen Frl. Schwester, welche sich des Krieges wegen aus Coswig und Zerbst nach Wittenberg begeben hatten, sowie die Freiherren Ferdinand von Biberstein und Joachim Friedrich von Biberstein aus Forst in der Niederlausitz. Obwohl er Berufungen zum Predigtamt nach Sommerschenburg, Coswig, Frankfurt/Oder, St. Ulrichmin Halle und St. Nicolai in Leipzig hatte, blieb er auf Gutachten des Rats und der Theologen in Wittenberg, um das theologische Studium gänzlich abzuschließen und um der Heimat, von wo er die Stipendien bekommen hatte, einmal zu dienen. So wurde er in Wittenberg ausserord. Adjunkt der Philos. Fakultät nach einer 1629 am 7. September gehaltenen Disputation, blieb bei philos. und theolog. privaten Übungen und der Unterrichtung ihm anvertrauter Hallenser und einiger Adliger. 1630 leistete er Beisteuer zum Theologenkonvent in Leipzig wegen der Augsburg. Konfession, 1632 wurde seine Schrift gegen die Papisten gedruckt, sonst aber verwaltete er die Funktionen eines Adjunkten bei Abdankungen, Examen und akadem. Feierlichkeiten. Nach Abzug von Lic. Eusebius Bohemus aus Wittenberg zum Amt des Superintendenten nach Zwickau, berief ihn der Rat zum 2. Diakonus, mit Einverständnis des Rats zu Halle, er wurde 1633 am 30. September in Wittenberg ordiniert und eingeführt, war aber nicht lange an diesem Posten. Denn nach dem Tod von Mag. Martin Röber, Pastor zu St. Ulrich in Halle, welcher ihn auf seinem Totenbett als Nachfolger wünschte, wurde er nach Probepredigt von Kirchvätern, Achtmann und Rat mit Einverständnis von Sup. D. Andreas Merckius gewählt und 1634 am 24. März als Pfarrer zu St. Ulrich ordiniert, welche Stelle er am Pfingstfest antrat. Aber noch am 1. Mai war er von der Philos. Fakultät der Uni. Wittenberg zum Dekan gewählt worden, welche Funktion für ihn der Prodekan Prof. Erasmus Schmid ausübte. Nachdem er 15 Kandidaten zum Magister promoviert hatte, legte er das Amt im Oktober nieder. Auf Wunsch des Rats zu Halle erlangte er unter D. Johann Hülsemann den Grad des Licentiaten, 1634 am 22. Mai in Wittenberg: und wurde am 15. Juli Doktor der Theologie, zusammen mit Johann Cothmann, Prof. publ. in Rostock und Gottfried Cundisius, damals Sup zu Leisnig, dann Prof. publ. Jena. 1647 am 26. Februar wurde er anstelle von D. Arnold Mengering als Pastor an die Oberpfarrkirche Uns. Lieb. Frauen in Halle berufen, gleichzeitig zum Superintendentenamt und wurde nach der Investiturpredigt als Pastor am 15. März durch Mag. Christian Müller, Pastor zu St. Moritz, und als Sup, vom Rat eingeführt. 1647 bis 1679 hat er die angeordneten Visitationen eifrig verrichtet. Von 1634 bis 1643 half er 33 Prediger ordinieren, als er Pastor war, als Superintendent examinierte und ordinierte er selbst noch14 Prediger. 1667 wurde er nach dem Tod von Mag. Scheffer, Senior der Geistlichkeit. Auf begehren hielt er soweit dies seine Amtsgeschäfte erlaubten, für Studenten Vorlesungen und Disputationen ab, auch hielt er bei feierlichen Anlässen viele dann gedruckte Reden und Predigten. Er war von guter Leibesbeschaffenheit, wie sein Arzt, der Stadtphysicus Dr. Christoph Knaut berichtet. Im Alter kamen dann mancherlei Beschwerden, welche sich gegen Jahresende 1684 vermehrten, am 29. Januar lähmte ein Schlaganfall die rechte Hand, Schlaf und Ruhe vergingen usw. 1685 starb er am 20. Februar, alt 81 Jahre, 1 Monat, 2 Wochen 5 Tage. Siehe auch Fritz Roth, Auswertungen von Leichenpredigten, Band 8 Nr. R 7123. Quelle: DGB, Buch: 11, Seite: 200

‎(Nach Dreyhaupt ist die Nr. von Roth falsch, Jena 1152, Stolberg 17490, BW 4663)‎

­http­://­de­.­wikipedia­.­org­/­wiki­/­Gottfried_Olearius_­%­281604­%­E2­%­80­%­931685­%­29­

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Olearius, GottfriedOlearius, Gottfried  ‎(M465)‎

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Familiendaten als Kind
Vater
Prof. theol. Johannes Olearius ‎(I1086)‎
Geburt 27. September 1546 31 26 Wesel
Tod 26. Januar 1623 ‎(Alter 76)‎ Halle
37 Jahre
Mutter
 
Sibylla Nicander ‎(I1087)‎
Geburt 2. Februar 1584 36 24 Halle
Tod 4. August 1622 ‎(Alter 38)‎ Halle

Heirat: 8. Februar 1602 -- Halle, Stadt Halle, Sachsen-Anhalt, Deutschland
1 Jahr
#1
Schwester
Maria Olearius ‎(I15262)‎
Geburt 30. Januar 1603 56 18 Halle
Tod vor 1607 ‎(Alter 3)‎
11 Monate
#2
Dr. theol. Gottfried Olearius ‎(I1099)‎
Geburt 1. Januar 1604 57 19 Halle
Tod 20. Februar 1685 ‎(Alter 81)‎ Halle
17 Monate
#3
Schwester
Sibylla Olearius ‎(I15292)‎
Geburt 13. Juni 1605 58 21 Halle
Tod 29. November 1674 ‎(Alter 69)‎
2 Jahre
#4
Schwester
Maria Olearius ‎(I15291)‎
Geburt 25. März 1607 60 23 Halle
Tod um 1623 ‎(Alter 15)‎
2 Jahre
#5
Schwester
Christina Olearius ‎(I1102)‎
Geburt 26. August 1609 62 25
2 Jahre
#6
Bruder
Dr. theol. Johannes Olearius ‎(I1083)‎
Geburt 17. September 1611 64 27 Halle
Tod 14. April 1684 ‎(Alter 72)‎ Weißenfels
6 Jahre
#7
Bruder
Christian Wilhelm Olearius ‎(I1103)‎
Geburt 11. Januar 1618 71 33 Halle
Tod 26. August 1626 ‎(Alter 8)‎ Halle
Familie des Vaters mit Anna Heshusen
Vater
Prof. theol. Johannes Olearius ‎(I1086)‎
Geburt 27. September 1546 31 26 Wesel
Tod 26. Januar 1623 ‎(Alter 76)‎ Halle
14 Jahre
Stiefmutter
 
Anna Heshusen ‎(I1092)‎
Geburt 22. Oktober 1560 32 Halle
Tod 10. April 1600 ‎(Alter 39)‎ Halle

Heirat: 22. Oktober 1579 -- Helmstedt, Kreis Helmstedt, Niedersachsen, Deutschland
7 Jahre
#1
Halbbruder
Johannes Olearius ‎(I1096)‎
Geburt 11. Februar 1587 40 26 Halle
Tod 21. September 1610 ‎(Alter 23)‎ Calw
2 Jahre
#2
Halbschwester
Anna Olearius ‎(I12979)‎
Geburt 26. Juli 1589 42 28 Halle
Tod 5. Februar 1664 ‎(Alter 74)‎
19 Monate
#3
Halbschwester
Elisabeth Olearius ‎(I1195)‎
Geburt 4. März 1591 44 30 Halle
Tod 15. August 1613 ‎(Alter 22)‎ Halle
2 Jahre
#4
Halbbruder
Jakob Olearius ‎(I1097)‎
Geburt 9. Juni 1593 46 32
19 Monate
#5
Halbschwester
Katharina Olearius ‎(I15253)‎
Geburt 13. Januar 1595 48 34 Halle
Tod 8. Juni 1672 ‎(Alter 77)‎ Halle
3 Jahre
#6
Halbschwester
Sophia Olearius ‎(I1196)‎
Geburt 25. Februar 1598 51 37 Halle
2 Jahre
#7
Halbbruder
Tilemann Olearius ‎(I1093)‎
Geburt 19. März 1600 53 39 Halle
Tod 9. April 1671 ‎(Alter 71)‎ Halle
Familie mit Ann-Kathrin Wogau
Dr. theol. Gottfried Olearius ‎(I1099)‎
Geburt 1. Januar 1604 57 19 Halle
Tod 20. Februar 1685 ‎(Alter 81)‎ Halle
9 Jahre
Ehefrau
 
Ann-Kathrin Wogau ‎(I1261)‎
Geburt 13. September 1612 30 33 Halle
Tod 3. September 1636 ‎(Alter 23)‎ Halle

Heirat: 11. November 1634 -- Halle, Stadt Halle, Sachsen-Anhalt, Deutschland
10 Monate
#1
Sohn
Johann Gottfried Olearius ‎(I1257)‎
Geburt 25. September 1635 31 23 Halle
Tod 23. Mai 1711 ‎(Alter 75)‎ Arnstadt
Familie mit Elisabeth Schäffer
Dr. theol. Gottfried Olearius ‎(I1099)‎
Geburt 1. Januar 1604 57 19 Halle
Tod 20. Februar 1685 ‎(Alter 81)‎ Halle
3 Jahre
Ehefrau
 
Elisabeth Schäffer ‎(I1422)‎
Geburt 9. April 1607 Halle
Tod 24. September 1674 ‎(Alter 67)‎ Halle

Heirat: 16. Januar 1638 -- Halle, Stadt Halle, Sachsen-Anhalt, Deutschland
16 Monate
#1
Sohn
Prof. Johannes Olearius ‎(I1025)‎
Geburt 5. Mai 1639 35 32 Halle
Tod 6. August 1713 ‎(Alter 74)‎ Leipzig
8 Monate
#2
Sohn
Friedrich Olearius ‎(I1473)‎
Geburt 1640 36 32
Tod 1640
2 Jahre
#3
Sohn
Christoph Olearius ‎(I1474)‎
Geburt 1642 38 34
Tod 1642
19 Monate
#4
Tochter
Dorothea Olearius ‎(I12990)‎
Geburt 14. August 1643 39 36 Halle
Tod 29. Januar 1677 ‎(Alter 33)‎ Halle
3 Jahre
#5
Sohn
August Olearius ‎(I1477)‎
Geburt 2. März 1646 42 38 Halle
Tod 17. Dezember 1657 ‎(Alter 11)‎ Halle
10 Monate
#6
Sohn
Theodor Olearius ‎(I1478)‎
Geburt 1647 43 39
Tod 1647