Gaebler  Info und Genealogie

 

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Lesen 2004-2

Ende November 2004 gelesen.

Der Untergeher von Thomas Bernhard habe ich mit gemischten Gefühlen gelesen. Offensichtlich handelt es sich um eine autobiographische Aufarbeitung seiner Jugendzeit. Für mich war das Buch zu langatmig.

Im November 2004 gelesen.

In dem Buch Friedenstreiberinnen werden die Lebensgeschichten von Frauen in Krisenregionen geschildert, die sich in beispielhafter Weise um den Frieden verdient gemacht haben. Den elf porträtierten Frauen ist gemeinsam, dass sie viel Mut aufgebracht haben, um bestehende Verhältnisse zu verändern, auf Konventionen keine Rücksicht nahmen, sich Widerständen entgegensetzten, Gefängnisaufenthalte nicht fürchteten und sich von Misserfolgen nicht bremsen ließen. Ute Scheub lässt die Frauen selbst über ihren jeweiligen Krisenherd  - Afghanistan (Nooria Haqnegar), Bosnien (Bosiljka Schedlich), Großbritannien (Helen John), Indien (Indien Ahooja-Patel), Irak (Susan Ahmed), Israel & Palästina (Sumaya Farhat-Naser und Gila Svirsky), Kolumbien (Christiane Schwarz), Rwanda (Bonny Dikongue) und weltweit (Elisabeth Odio Benito und Hildegard Goss-Mayr) - erzählen oder liefert ergänzende Hintergrundinformationen.

Am 13. Oktober 2004 gelesen.

Heinrich Böll zu dem Roman Und sagte kein einziges Wort:

"...Ich erinnere mich, es gab damals heftige Diskussionen über Und sagte kein einziges Wort innerhalb des katholischen Milieus in Deutschland. Es war sozusagen ein Roman, der unerträglich war fürs Milieu, mehr als manches, was ich später geschrieben habe, gerade wegen dieser ehekritischen und existenzialistischen und etwas anarchistischen Elemente. Es gab also Diskussionen, auch einige, an denen ich teilnahm, und ich erinnere mich, daß ich sagte: Ich kann mir eine Ehe ohne Ironie gar nicht vorstellen. Und da ging es los, da platzte die Bombe, da hatte ich einen wunden Punkt berührt; natürlich damit auch die Herrschaft des Mannes angetastet und sagen wir, den Samen der Rebellion bei den Frauen ausgestreut.
Das ganze Spiel, Stärke, Schwäche, starker Mann, schwache Frau, schwache Frau, starker Mann, starke Frau, starker Mann ist eigentlich absurd. Menschen lieben sich, sie leben zusammen, sie kriegen Kinder, sie richten sich ein, sie verabreden sich, treffen bestimmte Vereinbarungen, wie man das unter Freunden und auch unter Liebenden machen kann, und dann kommen von außen die Probleme rein, Schule, Erziehung, Rechtlichkeit, Standpunkt des Kindes in der Gesellschaft, und all dieses kommt von außen durch die Kirche und den Staat. Insofern schwebt mir schon eine anarchistische Gesellschaft vor, und das drückt sich wahrscheinlich in all diesen Romanen und Erzählungen und Essays aus..."

Im Oktober 2004 gelesen.

Stefan Lindman, 37, Polizeikommissar in Südschweden, bekommt an einem Tag gleich zwei schlechte Nachrichten: Er hat Krebs, und sein ehemaliger Kollege und Mentor, Herbert Molin, wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. Um auf andere Gedanken zu kommen, fährt Lindman hinauf nach Norrland. Dort hat Herbert Molin nach seiner Pensionierung in völliger Abgeschiedenheit gelebt, bis er am 19. Oktober 1999 überfallen, gefoltert und getötet wurde - ein Mord, der einer Hinrichtung gleicht. Die Rückkehr des Tanzlehrers  ist ein toller Krimi mit zwei anspruchsvollen und komplizierten Themen: zum einen der Angst eines Menschen, der erfährt, dass er eine tödliche Krankheit hat und zum anderen den Folgen des zweiten Weltkriegs und des Nationalsozialismus bis heute.

Im Oktober 2004 gehört.

Das Hörbuch habe ich gerne gehört, Sissy Höfferer trägt lebendig vor. Virginia Woolfs Phantasiegestalt Orlando durchlebt dreieinhalb Jahrhunderte von 1586 bis 1928. Vom jungen Protégé der Königin Elisabeth I., vom verlassenen Liebhaber, von der Verwandlung in eine Frau, die mit Zigeunern lebt, später heiratet, bis sie im 20. Jahrhundert als Dichterin ihre Bestimmung findet: als androgynes Wesen, selbstbewusst und unabhängig von literarischen Diktaten und Moden.

Im September gehört.

Ein Tag im Jahr von Christa Wolf habe ich auf der Fahrt und im Urlaub gehört. Sie beschreibt darin ihre persönlichen Erlebnisse aller 27. September zwischen 1960 und 2000. Als Kostprobe hier einen Teil vom 27.09.72:

"Ich stehe um 6.30 Uhr auf. Erinnere mich an Stücke aus dem Morgentraum, Honecker sei abgesetzt, ich bin bei seinem Nachfolger, der mir intime Details erzählt, die ich vergessen habe. Nur die Atmosphäre von Komplizenschaft und Kameraderie zwischen uns bleibt mir in Erinnerung. Dann war auf einmal Margot H. mit abgesetzt, ich sah sie von weitem, wir waren alle in einem größeren Raum eines Sommerhauses. Irgendwelche Frauen, die mit ihr bis jetzt zusammengearbeitet hatten und ihr in den Hintern gekrochen waren, zogen nun über sie her. Vor allem machten sie sich lustig über ihre falsche Bescheidenheit: Sie habe immerzu gesagt, sie müsse irgendetwas noch lernen ... Unter der Dusche im Keller (das Bad ist wieder mal seit Wochen kaputt) denke ich an meinen Minka-Plan, der mir am Abend vorher eingefallen war..." 

Ende September bis Anfang Oktober 2004 gelesen.

Highsmith's Spannung in "Der talentierte Mr. Ripley" schöpft vor allem aus der Beziehung der Charaktere zueinander, und aus der Tatsache, alleine den Leser in die krankhafte, zerstörerische Persönlichkeit Ripley's einzuweihen, während alle anderen Romanfiguren im Dunkeln tappen. Dies gipfelt letztendlich darin, dass man bis zum Schluss einziger Mitwisser um Dickie Greenleaf's Schicksal bleibt. 

Am 29.09.04 gelesen.

Die "Traumnovelle" von Arthur Schnitzler bewegt sich zwischen Bewusstem und Unbewusstem, zwischen Traum, Fantasie und Wirklichkeit. Unverkennbar griff Arthur Schnitzler in dieser an mehrdeutigen Bildern reichen Erzählung auf, was er von seinem Freund Sigmund Freud über den Traum und das Unbewusste erfahren hatte. Obwohl Arthur Schnitzler eher sachlich und distanziert schreibt, veranschaulicht er sehr genau sowohl die Motive als auch die psychologische Entwicklung des Protagonisten, und es gelingt ihm zugleich, der "Traumnovelle" eine geheimnisvolle, teilweise surreale Atmosphäre zu geben. Hier eine Leseprobe:

...Auf der Straße musste er den Pelz öffnen. Es war plötzlich Tauwetter eingetreten, der Schnee auf dem Fußsteig beinahe weggeschmolzen, und in der Luft wehte ein Hauch des kommenden Frühlings. Von Fridolins Wohnung in der Josefstadt nahe dem Allgemeinen Krankenhaus, war es kaum eine Viertelstunde in die Schreyvogelgasse; und so stieg Fridolin bald die schlecht beleuchtete gewundene Treppe des alten Hauses in das zweite Stockwerk hinauf und zog an der Glocke; doch ehe der altväterische Klingelton sich vernehmen ließ, merkte er, dass die Türe nur angelehnt war; er trat durch den unbeleuchteten Vorraum in das Wohnzimmer und sah sofort, dass er zu spät gekommen war...

Am 30.09.04 gelesen.

Souverän geht der argentinische Schriftsteller Julio Cortázar in "Der Verfolger" mit der Sprache um: Mitten im Satz wechselt er beispielsweise vom Imperfekt ins Präsens ...

Dédée brachte noch eine Tasse Nescafé, doch Johnny sieht traurig sein leeres Glas an. (Seite 18)

... und eine komplette Passage steht im Futur:

[...] eines Abends werden Tica, Baby Lennox und ich im Café Flore sitzen [...] Baby wird mit der Verzückung ihrer zwanzig Jahre sehen, wie Johnny auftaucht, und Johnny wird sie ansehen, ohne sie zu erkennen, wird vorbeigehen und sich allein an einen anderen Tisch setzen, völlig betrunken oder benebelt. Ich werde Ticas Hand auf meinem Knie fühlen [...] (Seite 67f)

Im September 2004 gelesen.

Die Novelle Ein Bett aus Schnee von Roswitha Haring  erzählt eine Familiengeschichte, von einem tief sitzenden Schmerz, und wie sich Tochter und Eltern davor zu schützen versuchen. Sie erzählt von einem Riss, der Berührungen unmöglich macht, aber das Mädchen weiß, wie sich Freude, Hoffnung, Enttäuschung und Leere anfühlen, wie sie auf der Haut liegen, schmecken und plötzlich am ganzen Körper spürbar werden.

Für das Verständnis der drei Homagen an Heinrich Heine, Bertold Brecht und Johann Wolfgang Goethe in dem Klappaltar von Robert Gernhardt hat mir ein Beitrag von Johannes Möller in literaturkritik.de geholfen. Bei dem Novemberregen heute am PC denke ich an den Lesetag:

TROTZ
Seufzend blickt der Dichter aufwärts,
Träumt von Nebel, sehnt sich Wolken:
"Diesen ewigblauen Himmel
hab ich weidlich ausgemolken",
Denkt er schnöde. Doch nicht lange,
Und es regt sich sein Gewissen:
"Wie werd ich Dich, lieber Himmel,
Im Novembergrau vermissen!"

Bis zum 24.09.04 gelesen.

Den dritten Band der Josephine-Triologie Kaiserin Joséphine der mitreißenden Geschichte einer leidenschaftlichen Verbindung in einer der aufregendsten Zeiten Europas von Sandra Gulland musste ich nun auch noch lesen. Als ich das Buch aus der Hand gelegt habe, hatte ich das Gefühl, eine Frau der Geschichte etwas näher kennen gelernt zu haben.

Am 05.10.04 gelesen.

Ich hatte vor über 20 Jahren mal den Roman Der Butt gelesen, keine gute Erinnerungen an Günter Grass. "Katz und Maus" dagegen habe ich mit viel Vergnügen gelesen. Besonders die Sprache ist treffend. Dazu ein Auszug:

... und einmal, als Mahlke schon schwimmen konnte, lagen wir neben dem Schlagballfeld im Gras. Ich hätte zum Zahnarzt gehen sollen, aber sie ließen mich nicht, weil ich als Tickspieler schwer zu ersetzen war. Mein Zahn lärmte. Eine Katze strich diagonal durch die Wiese und wurde nicht beworfen. Einige kauten oder zupften Halme. Die Katze gehörte dem Platzverwalter und war schwarz. Hotten Sonntag rieb sein Schlagholz mit einem Wollstrumpf. Mein Zahn trat auf der Stelle. Das Turnier dauerte schon zwei Stunden. Wir hatten hoch verloren und warteten nun auf das Gegenspiel. Jung war die Katze, aber kein Kätzchen. Im Stadion wurden oft und wechselseitig Handballtore geworfen. Mein Zahn wiederholte ein einziges Wort. Auf der Aschenbahn übten Hundertmeterläufer das Starten oder waren nervös. Die Katze machte Umwege. Über den Himmel kroch langsam und laut ein dreimotoriges Flugzeug, konnte aber meinen Zahn nicht übertönen. Die schwarze Katze des Platzverwalters zeigte hinter Grashalmen ein weißes Lätzchen. Mahlke schlief. Das Krematorium zwischen den Vereinigten Friedhöfen und der Technischen Hochschule arbeitete bei Ostwind. Studienrat Mallenbrandt pfiff : Wechsel Fangball Übergetreten. Die Katze übte. Mahlke schlief oder sah so aus. Neben ihm hatte ich Zahnschmerzen. Die Katze kam übend näher. Mahlkes Adamsapfel fiel auf, weil er groß war, immer in Bewegung und einen Schatten warf. Des Platzverwalters schwarze Katze spannte sich zwischen mir und Mahlke zum Sprung. Wir bildeten ein Dreieck. Mein Zahn schwieg, trat nicht mehr auf ...

Im Oktober 2004 in Menton gelesen

Der Roman Der Klang der Zeit von Richard Powers. Er erzählt eine Geschichte voller Anmut und Schönheit über eine Familie mit zwei Hautfarben und einer Leidenschaft. Ein literarisches Ereignis, ein epischer Roman in der Tradition von Balzac, Zola und Tolstoj über Amerikas jüngste Vergangenheit, über die Lüge, auf der seine Gegenwart baut, und eine einzigartige Liebeserklärung an die Musik. 

Am 24 und 25. September 2004 gelesen.

Ein toller Krimi von Graham Greene, mit geschickt konsturierter Story, die wirkliche Überraschungen bereithält und deren Verlauf ganz und gar nicht voraussehbar ist. Besonders gut: "Der dritte Mann" ist kein dicker Schinken, sondern liest sich schnell ohne viel Drumherum. Da kann sich jemand kurz fassen und alles reinpacken.

Im September 2004 gelesen.

In kurzen, präzisen Sätzen lässt Urs Widmer seinen Ich-Erzähler über das Leben des verstorbenen Vaters berichten. So folgt der Leser einem Leben, welches vor allem von einer großen Liebe zur Literatur geprägt war. Neben der persönlichen Karl-Geschichte berichtet Urs Widmer auch von den Ereignissen, die das 20. Jahrhundert beherrschten: Faschismus und Antifaschismus, enttäuschte Hoffnungen und verpasste Chancen, Weltkriege und andere Katastrophen. Widmer beweist auch mit seinem neuen Roman Das Buch des Vaters, dass er ein glänzender Erzähler ist.

Weitere Bücher von Urs Widmer:

Im September 2004 gelesen.

Manuel Vazquez Montalban schickt in dem Krimi Quintett in Buenos Aires seinen Meisterdetektiv auf die Suche nach einem verschwundenen Mädchen in Argentiniens Metropole. Mit gewohnt sprödem Charme und Ironie begibt sich Pepe Cavalho in das Dickicht der Großstadt und verstrickt sich in kriminelle und gastronomische Abenteuer. Katja herzlichen Dank für den Ausflug nach Südamerika.

Am 16. und 17. September 2004 gelesen.

In dem brillanten Roman Rot geht Uwe Timm mit uns als 68er im rasanten Erzählton auf den den langen Marsch durch die Institutionen und um die Frage, ob man tatsächlich auf Gewalt verzichten kann. Ideale wie Che werden bemüht, Rudi Dutschke und Philosophen wie Adorno, Marcuse und Frantz Fanon. Es geht um die Frage, was unser Leben antreibt, wann ein Leben gelingt und ab welchem Zeitpunkt man es als gescheitert ansehen muss. Viele unbequeme Wahrheiten der letzten dreißig Jahre werden ausgebreitet.

Am 12. Oktober 2004 gelesen.

"Das Herz der Finsternis" von Joseph Conrad habe ich mit großer Anteilnahme gelesen. Seine Novelle zeigt, dass das Wilde in uns allen wohnt, unabhängig von unserer Herkunft, dass unter dem Kleid der Zivilisation das schwarze Herz der Barbarei schlägt.

Ende August und Anfang September 2004 gelesen.

In dem Buch Mission Irak. Wahrheit und Lügen von Hans Blix wird eindrucksvoll gezeigt, dass seine Mission scheiterte, weil die US-Regierung und viele amerikanische Medien sich weigerten, den Inspekteuren genügend Zeit zuzugestehen, um ihre Arbeit zu Ende zu bringen. Bärbel Gäbler herzlichen Dank für die Ausleihe!

Am 29. August 2004 gelesen.

Ivan Nagel untersucht in seinem Buch Das Falschwörterbuch die Ursachen der Kriege besonders seit dem 11. September 2001. Nagel plädiert für Ehrlichkeit und Moral in der Politik.  Selten habe ich ein Buch gelesen, das Ehrlichkeit und Moral in der Politik und den Medien einfordert und die Lüge als Zwillingsbruder von Gewalt und Krieg entlarvt.

Am 26. August 2004 gelesen.

Das Buch Fancsikó und Pinta wurde 1972 - 74 geschrieben und erschien 1976 in Ungarn als erste Veröffentlichung des damals 26-jährigen Peter Esterházy. In der Erzählung, die nach dem Scheitern der Ehe das Leben mit der Mutter beschreibt, sind es die "Alltagssituationen", die die "großen Gefühle" zutage fördern, die "schwerelose Zauberwelt" wird immer wieder von der Wirklichkeit "ernüchtert". "Fancsikó und Pinta, die Titelhelden, die zwei Clowns, altklug und dumm, wie es sich gehört, kommen sie aus der Phantasie oder existieren sie wirklich? Das ist keine relevante Frage: die Wörter existieren. Wo Phantasie und Wirklichkeit noch eins sind, da ist das Terrain der Unschuld. Das Buch ist, wie vielleicht jedes erste Buch, der Verlust der Unschuld." (der Autor)

Im August 2004 gelesen.

Wir leiden nicht nur an schwindenden Arbeitsplätzen, sondern vor allem auch an dem, was der Philosoph Hegel „die Armut der Begierde“ nannte. Gemeint ist damit die Unfähigkeit, Wünsche zu äußern und eigene Projekte zu realisieren. Nicht zuletzt deshalb klammern wir uns an Jobs, die nicht nur unseren Lebensunterhalt, sondern auch unseren Platz in der Gesellschaft sichern – selbst dann, wenn sie unbefriedigend sind. Und wir verzweifeln übermäßig, wenn wir sie verlieren. Um Abhilfe zu schaffen, müssen wir uns mehr auf das besinnen, was wir „wirklich wirklich wollen“. Frithjof Bergmann spricht in seinem Buch Neue Arbeit, neue Kultur von Berufung und meint sowohl gesellschaftliche als auch unternehmerische Aktivitäten. Zudem hält er die Menschen an, sich zumindest teilweise vom Zwang des Geldverdienens zu befreien, indem sie stärker auf Selbstversorgung als auf Konsum setzen. Der Visionär aus den USA denkt dabei unter dem Stichwort "High-Tech-Self-Providing" vor allem an die Selbstversorgung unter Nutzung aktueller technologischer Möglichkeiten. Neue Arbeit, neue Kultur ist ein Appell sich mit Alternativen zur klassischen Lebens- und Arbeitswelt auseinander zu setzen und die Impulse für den eigenen Erfolg zu nutzen.

Im August 2004 gelesen.

In dem zynischen Roman Der große Gatsby  von Francis Scott Fitzgerald geht es um das Streben nach Glück und Erfolg, den amerikanischen Traum und dessen Scheitern: James Gatz alias Jay Gatsby arbeitet sich vom mittellosen Herumlungerer zum Multimillionär hoch, in der festen Überzeugung, dadurch seine aus einer besseren Familie stammende große Liebe, die inzwischen verheiratet ist, zurückgewinnen zu können.

Am 23.08.04 gelesen.

Bernhard Schäbel, Student der Soziologie, Softie und Möchtegern-Macho, wird von seiner Frau betrogen und verlassen. Auf der Suche nach sich selbst begegnet Bernhard dann der Frau seines Lebens, einer schönen Dorfgastwirtin. Janoschs Roman Schäbels Frau erzählt eine burleske Dreiecksgeschichte, die zugleich eine Satire auf die vielen Gesichter männlicher Identität ist.

Im August 2004 gelesen.

Hermann Hesses Indienreise - Eine Moritat. In Verse und Bilder gebracht von Otto Blümel.

"Nicht der Druckerschwärze trauen,
sondern selber gehen und schauen
scheint mir rechten Mannes Art.
Mich gelüstet, solche Fahrt
einmal selbst zu unternehmen,
um die Lügner zu beschämen!"
 

© 
Christoph Gäbler 16.09.2009