Gaebler  Info und Genealogie

 

1997
2000
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2006-2
2007-1

Lesen 2001-1

Das Buch Gilles' Frau, das in meinem Geburtsjahr 1937 geschrieben wurde, hat mich berührt. Madeleine Bourdouxhe (eine Zeitgenossin von Simone de Beauvoir und Paul Sartre) verwendet eine sehr einfache Sprache. Sie beschreibt eine trostlose Dreiecksgeschichte in Fabrikarbeiterkreisen einer belgischen Kleinstadt.

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Der autobiographische Roman Salzwasser von Charles Simmons beginnt mit dem lapidaren Satz "Im Sommer 1963 verliebte ich mich, und mein Vater ertrank." Es handelt sich um eine Liebestragödie, die aber nie tragisch oder kitschig ist; so intim und zärtlich manche Szenen auch sind - der Ton bleibt ruhig, fast schon kühl. Das Buch vermittelt eine ungeheure Nähe zu den Personen, teilweise leidet man fast mit. Ein wirklich grandioses Buch für den Sommerurlaub.

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Die Erzählungen "Von der Liebe" von Peter Hoeg geben traurige Begebenheiten wieder z.B. die unglückliche Liebe des Ballettänzers oder die der jungen Physikerin, die von der Idee der abnehmenden Intensität der Liebe über die Jahrhunderte erfüllt ist. Die Erzählungen enden meist tragisch.

im Juli 2001 gelesen

Das Buch Log Out von Clifford Stoll, das mir Marianne Reimers geschenkt hat, geht der Frage nach, warum Computer nichts im Klassenzimmer zu suchen haben. Das Buch, dass uns Pädagogen aufrütteln will, hat noch weitere High-Tech-Ketzereien zu bieten, denen ich nur zustimmen kann.

The Making of an Englishman  - Erinnerungen eines deutschen Juden von Fred Uhlmann. Es ist die Geschichte eines Mannes, der vielleicht egoistisch glaubte, dass es wichtiger sei, gute Bilder zu malen, als ein großes Vermögen anzuhäufen, und dessen einziger Ehrgeiz darin besteht, nicht mit Raketen, sondern mit Kunst die Sterne zu erreichen.

 

Das Buch Schule halten von Otmar Preuß, ISBN 3-87988-553-2, ist eine sehr empfehlenswerte Lektüre für alle, die Lehrer sind oder werden wollen. 

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Das Buch Das Zeitalter der Extreme von Eric Hobsbawm, eine Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts, liest sich spannend. Ich bin beeindruckt, welche neuen Einblicke ich in dieses Jahrhundert gewonnen habe.

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Das Buch Märchen, Mythen, Träume von Erich Fromm ist eine gute Einführung in die Traumdeutung.

Der Mann, der die Mandelbäumchen malte von Johannes Mario Simmel beschreibt die Geschichte einer Frau, die mit fünfundvierzig erlebt, was eine Frau bei einem Mann empfinden kann. Das Ende hat mich überrascht.

Der Roman Der Geliebte der Mutter handelt von der unerwiderten lebenslangen Liebe Claras zu dem berühmten Dirigenten Edwin. Erzählt wird die Geschichte von Claras Sohn. Urs Widmer erstellt ein bewegendes Psychogramm einer Frau, die unfähig ist, sich mit dem Verlust abzufinden. Clara schottet sich von der Welt ab und vernachlässig ihr eigenes Kind.  Dieser Liebesroman ist für mich wohltuend nüchtern und verzichtet auf die moralisierende Beschreibung der handelnden Personen - eine Lebenstragödie ohne Schwermut.

Weitere Bücher von Urs Widmer: Das Buch des Vaters  Liebesnacht

Erich Hackl hält sich in dem Buch "Abschied von Sidonie" an die Aussagekraft der nackten Fakten und vertraut seine himmelschreiende Geschichte einem emotionslosen schlichten Erzählton an und erzeugt eine heilsame Wut gegen Denunziantentum. Ich danke meinem Kollegen Martin, dass ich nach einem Wienbesuch - ohne ein Wort über Haider - dieses Buch lesen konnte.

Die dunkle Kammer von Rachel Seiffert habe ich gleichzeitig mit dem nachstehendem Buch von Sebastian Haffner gelesen. Rachel Seifert, deren Familie ich persönlich kenne,  ist so alt wie meine Kinder. Es ist beeindruckend, wie sie mich mit der jüngsten deutschen Vergangenheit ganz neu konfrontiert. Ich verstehe jetzt besser, warum ich mich vor 20 oder 30 Jahren so wenig für die NS-Zeit, die ich nicht erlebt habe, interessiert habe.

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Sebastian Haffners Geschichte eines Deutschen ist erlebte, handgreifliche Geschichte. Es ist Zufall, dass ich dieses Buch abwechselnd mit dem vorstehenden Buch von Rachel Seifert gelesen habe. Beide Bücher haben mir anschaulicher als bisher deutlich gemacht, wie meine Vätergeneration in die NS-Zeit hineingeschlittert ist und sich schuldig gemacht hat. In meinem Freundeskreis werden wir uns fragen, was lehrt uns der junge Sebastian Haffner zum Umgang mit den "Rechten" heute.

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Der Mann mit der Ledertasche von Charles Bukowski zeigt die verrückte Welt eines amerikanischen Postamtes, die Henry Chinaski als frustrierter Briefträger erlebet. Meinem Sohn,

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Das Leben ist kalt, so kalt wie der Winter in Pennsylvania. Engel im Schnee von Stewart O'Nan ist zum Heulen traurig und trotzdem voller sprachlicher Schönheit.

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Gisela Krauß hat mir die Vätergeschichten Im Kreise seiner Lieben herausgegeben von Thomas Tebbe geschenkt. Das Buch enthält Beiträge von Paul Auster, Maxim Biller, Doris Dörrie, Richard Ford, Radek Knapp, Hanif Kureishi, Sky Nonhoff, Michael Ondaatje, Jean Rouaud, Margit Schreiner, Ingo Schulze, Charles Simmons, Birgit Vanderbeke, Maike Wetzel und Leon de Winter. Sind Väter die wahren Helden des Alltags? Ja und nein!

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Javier Marias erzählt in seinem Buch "Mein Herz so weiß" neben der eigentlichen Geschichte unzählige andere, Kleinigkeiten, Gedankengänge - und schafft es trotzdem, den Leser nicht den Faden verlieren zu lassen. Ich bin begeistert über die Sprache!

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In dem Buch Estonia meiner Freundin Terttu Pihlajamaa (gest. 21.04.2009) werden die Überlebenden des Untergangs der Autofähre (28.09.1994) besucht und befragt, was ihnen in dieser Katastrophe Halt und Hoffnung gegeben haben und wie sie heute ihr Leben gestalten.

 

© 
Christoph Gäbler 21.07.2010