Gaebler  Info und Genealogie

 

1997
2000
2001-1
2001-2
2002-1
2002-2
2003-1
2003-2
2004-1
2004-2
2005-1
2005-2
2006-1
2006-2
2007-1

Lesen 1997

Hans Kruppa "In deiner Nähe"

"Deine Küsse sind Mord, Geliebte! Du tötest mit ihnen Vergangenheit und Zukunft. Nichts ist gewesen, und nichts wird sein, solange wir uns küssen. Augenblicke - ganz für sich, ganz für uns."

Tim Krohn "Dreigroschenkabinett"

Das satirische Zeitbild Europas insbesondere Schweiz, England und ausführlich DDR. Das Buch hat mir gut gefallen, es ist für die "Christen" interessant.

Hartmut Lange "Schnitzlers Würgeengel"

Diese Novellen mag ich, "Herr Semmering" z.B. wird für mich lebendig. Ob ich in ein paar Jahren auch auf ähnliche Ideen komme? Der Autor ist mein Jahrgang.

Erich Kästner "Der kleine Grenzverkehr"

Pendelverkehr zu der Zeit meiner Geburt zwischen Bayern (Rechtsverkehr) und Österreich (Linksverkehr) wie zwischen West- und Ostberlin - nur zwanzig Jahre später - aber mit einem sehr amüsanten Happy End.

Michael Gerwarth (Herausgeber) "Innenansichten Deutschland"

Politische und kulturelle Situation Deutschlands nach der Wiedervereinigung mit Blick von außen auf uns, mit vielen guten Beiträgen von Alfred Grosser bis Günter Kunert. So was lese ich gerne, jeder Beitrag ca. drei Seiten lang, Radiosendungen in Buchform von meinem Sender Deutschland Radio.

Walter Jens, Hans Küng "Menschenwürdig sterben"

Da ich älter werde, ist das Buch hilfreich mich diesem Thema zu nähern; ein Plädoyer für mehr Selbstverantwortung: "Ich will sterben und mich nicht sterben lassen". Die Sprache ist dicht, regt mich an.

Inge Viett "Nie war ich furchtloser"

Top-Terroristin der 70er Jahre und Integration mithilfe der Stasi in die DDR; ein Stück erlebter gemeinsamen Zeitgeschichte des Christenkreises (BRD und DDR) aus einer "verrückten" Perspektive.

Franz Kafka "Die Verwandlung"

Eine höchst verwickelte und quälende Erzählung auf CD-ROM, die mich betrifft und die ich noch zu verdauen habe - oder Phantasie eines kranken Gemütes?

Sibylle Krause-Burger "Joschka Fischer"

Für mich ist das eine aufregende Biographie, die gut und unterhaltsam geschrieben ist. Ich bin neugierig, wie es weitergeht.

Peter Härtling "Eine Frau"

So ein langer Unterhaltungsroman ist für mich ein schwerer Brocken, dazu muss ich Muße haben, die sich nur schwer bei mir einstellt. Vielleicht lerne ich das noch. Wie dem auch sei, Ruhe ist eine gute Voraussetzung für die bedächtige Emanzipation einer Frau in diesem Jahrhundert. Wie war das bei meiner Mutter?

Eugen Drewermann "Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter."

1996 habe ich Eugen Drewermann in Buchholz i.d.N. erlebt. Er hat mit seiner Kirche "abgerechnet". Selten habe ich einem Theologen stundenlang folgen können. Grimms Märchen tiefenpsychologisch gedeutet, da finde ich ja noch einen Zugang zu Rilke. Das muss ich zweimal lesen, um ausloten zu können, was die Botschaft ist.

Peter Bichsel "Die Jahreszeiten"

Ich bin immer wieder perplex über die leichte Art, wie P.B. Geschichten erzählt ohne zu moralisieren aber nicht, ohne mir kleine, meist versteckte, aber nachdenkenswerte Lebensweisheiten mit auf den Weg zu geben.

Sabine Küchler, Denis Scheck (Herausgeber) "Vom schwierigen Vergnügen der Poesie"

Die lange Nacht der Lyrik vom 20.12.96 im Deutschland Radio mit Gedichten und Essays von Jürgen Becker, Robert Gernhardt

"Von dem guten Wein des Westens trinken wir, dieweil wir essen, um die liebe Not des Ostens schlückchenweise zu vergessen",

Raoul Schrott, Peter Rühmkorf, Bertolt Brecht, Ernst Jandl....

Herbert Rosendorfer "Die große Umwendung"

Was so ein Pensionär im Alter noch schreiben kann, ja ein Meister der grotesken Erzählkunst, den ich wieder gern gelesen habe.

Hans Magnus Enzensberger "Der Zahlenteufel"

Auf einer Autofahrt hörte ich eine Besprechung des Buches. Ein Superkinderlehrerbuch, sehr unterhaltsam - Mathe macht da Spaß - tolle Sprache von dem ich mich nur ungern trenne.

Friedrich Schorlemmer "Was ich denke"

Das Buch bringt viele meiner Eindrücke über Deutschland, DDR und unsere Nation nach dem Stand vor ca. fünf Jahren zur Sprache. - Ja, nicht umsonst bin ich gerade 60 Jahre alt geworden.

Robert Gernhardt "Körper in Cafés"

Gedichte in Hülle und Fülle. Sein Gedicht aus dem obigen Sammelband gefällt mir besser. Ich habe jetzt mit der neuen Lampe neben dem Bett in schlaflosen Nächten Ablenkung.

Marianne Grabrucker "Karrieremütter - Superkids"

Berufstätige Frauen und ihre erwachsenen Kinder ziehen Bilanz. Ist sehr informativ und aufschlussreich, die unterschiedlich Sichtweise von Müttern und Kindern zu lesen.

 

Lesen 1996

 

Sherwin B. Nuland

Das Buch Wie wir sterben ist für mich ein wichtiges Buch gewesen. Wenn ich nun über 60 werde, ist es unverzichtbar, dass ich weiß, was auf mich zukommt früher oder später.


© 
Christoph Gäbler 21.07.2010