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BildungWeitere Links Eltern sitzen mit im Unterricht - Neue Strategien gegen SchulverweigererIn einer Familienklasse begleitet ein Elternteil - auch die Tante oder der Opa - das Kind für drei bis sechs Monate an jeweils einem Wochentag von 8 bis 11 Uhr. Vorbild Finnland?Jürgen Oelkers: Fragen der Qualitätssicherung im internationalen Vergleich Länder gleichen ihre Bildungsstandards anSchulausschuss der Kultusministerkonferenz spielt dabei eine wichtige Rolle - Bremerin übernimmt den Vorsitz. Der GrundschulkampfVier oder sechs Jahre? Die Zündelei des Schulforschers Lehmann hat sich gelohnt: Der Zoff, ob Arztkinder überhaupt mit Hartz-IV-Kindern zusammen lernen können, ist voll entbrannt. I PISA, PISA, PISA, es ist nicht zu fassen ... |
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Der Paradigmenwechsel hin zum Output schadet den Schulen, sagt der Bildungsforscher Georg Lind. Dabei gerieten die Unterrichtsbedingungen aus dem Blick. Studien wie Pisa sind für ihn Teil einer "global agierenden Testindustrie" mehr
Selbstlernsemester heißt das Experiment, das die Schule in einem Vorort von Zürich landesweit bekannt gemacht hat. In Deutsch, Mathematik, Chemie, Biologie, Sport und zwei Sprachen müssen sich die fünften Gymnasialklassen (die elften nach deutscher Zählweise) das Wissen ein halbes Jahr lang weitgehend selbst beibringen. Zum Schuljahresbeginn werden sie mit dem Lernstoff für das ganze Halbjahr versorgt. Einmal die Woche dürfen sie pro Fach eine Stunde lang Fragen stellen und Nachhilfe einholen. Wer will, kann darüber hinaus per E-Mail oder in persönlichen Sprechstunden den Rat des Lehrers einholen. mehr
Der Bund wird mit dem vorliegenden Föderalismusentwurf bildungspolitisch zu einer sprach- und machtlosen Figur herabgewürdigt. Die Argumente der Länder für diese Entmachtung ähneln verdächtig denen, die Landesherren im 19. Jahrhundert gegen den Modernisierungsschritt "Zollverein" bemühten. mehr
Der Besuch des UN-Sonderberichterstatters für Bildung, Vernor Muñoz, war ein Erfolg. Denn er lenkt die Aufmerksamkeit darauf, dass Deutschlands Schulen nicht allen Menschenrechtsstandards gewachsen sind mehr noch mehr
Vernor Muñoz soll klären, ob deutsche Bundesländer Recht auf Bildung für alle Schichten garantieren. Vereinte Nationen beobachteten zuvor Botswana, Kolumbien und Indonesien mehr
Die Deutschpflicht auf dem Schulhof ist pure Notwehr. Schulen greifen zu solch untauglichen Mitteln, weil ihre Schülerschaft zu 90 Prozent aus Kindern von Zuwanderern besteht. Nicht die Bildungsminister, ganze Landesregierungen sind verantwortlich für "Deutsch als Fremdsprache auf dem Schulhof" mehr
Bildung, Bildung, Bildung. So hämmert die Politik es den Lernenden ein, damit viel mehr von ihnen als bisher den akademischen Weg einschlagen. Viele Hochqualifizierte aber kennen eine andere Wahrheit als jene, die eine niedrige Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent bei Hochschulabsolventen suggeriert mehr
Bildungsnachteile - seit Pisa denkt man da zuerst ans vermeintlich starke Geschlecht. Ein Drittel der Jungen zählt zu den notorischen Schlechtlesern. Schlechte Noten und Sitzenbleiben werden ein Bubenproblem. Schon fragen erste Forscher nach anderen Lernformen und "jungenspezifischen Inhalten" mehr
Während sich viele neue Ganztagsschulen noch schwer tun, gibt es längst gute Beispiele für funktionierendes Lernen bis nachmittags. In Einrichtungen wie der Mainzer Ludwig-Schwamb-Schule haben Jugendliche verschiedener Milieus mehr Zeit zum anderen Verstehen - und zum Zusammensein mehr
Was verstehen wir unter Lernen? Bedeutung konstruieren statt Information aufnehmen. Wissen entsteht beim Handeln und ist kontextspezifisch. Wie sieht der Lernprozess aus? Wie kann man Kinder beim Lernen unterstützen? mehr
Wege in den Beruf statt Ausbildungskatastrophe: Junge Menschen brauchen Perspektiven mehr
Fünf-Punkte-Programm zur Förderung junger Menschen
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Alle Schüler brauchen interkulturelle Kompetenz. Sie sollen lernen, die Perspektiven zu wechseln. mehr
Alle fordern die Integration von Einwanderern. Schule hat dabei eine Schlüsselfunktion: Neue Ansätze zum Thema Partizipation mehr
Mit den Zielen, die die Koalitionäre von CDU/CSU und SPD für den Bildungsbereich benannt haben, kann man sich anfreunden. Die Maßnahmen sind jedoch kontraproduktiv. Die Großkoalitionäre müssen an der Umsetzung ihrer Ziele gemessen werden. mehr
Ein Projekt mit Schulverweigerern verschickt seine Schützlinge durch ganz Berlin zum Lernen. Die SchülerInnen sollen sich ihr Lernprogramm aus Praxisaufenthalten selbst erarbeiten. Auch der Normalunterricht besteht aus projektbezogenem Lernen. mehr
In Deutschland müssen alle Kinder in die Schule gehen. Alle? Für Flüchtlingskinder gilt das nicht. Auch wenn die Familien schon jahrelang in der Bundesrepublik leben, schalten sich die Behörden oft nicht ein. So wird der Schulbesuch zu einem Privileg, um das man lange kämpfen muss. mehr
Am Tag des Lehrers besteht wenig Aussicht, dass der Berufsstand seinen legendären Ruf wiedererlangt: Weniger Studierende, wenige berufszufriedene Lehrer und keine koordinierte Haltung der Kultusminister. mehr
Fünf Einsprüche gegen die technokratische Umsteuerung des Bildungswesens mehr
Stottern als ein Teufelskreis. Vom Klischee des vermeintlich Unsicheren zur Wirklichkeit des Verunsicherten. Ein Tag mit der stotternden Susa K. mehr
Erste Erfahrungen aus Ganztagsschulen zeigen: Das Verlängern des Schultags in den Nachmittag hinein verändert nicht allein die in der Schule verbrachte Zeit, sondern auch das Lernen und die Atmosphäre zwischen LehrerInnen und SchülerInnen. mehr
Mit der Gründung des Netzwerks Berufswahl-SIEGEL im Jahr 2004 sollen weitere Regionen angeregt werden, sich an dem SIEGEL Projekt zu beteiligen. Das Netzwerk stellt dafür Unterstützung und Orientierung bereit. mehr
Reintegrationsprogramm weist Schulverweigerern erfolgreich den Weg zurück ins Klassenzimmer. mehr
Schulen und Lernen gelingen besser, wenn sie basisdemokratisch organisiert werden, ist Michael Sappir überzeugt, der eine Jerusalemer Schule besucht. Denn die Schüler bestimmen dann die Regeln. Und sie suchen sich selbst aus, was sie lernen wollen. Formales Lernen setzt Familien unter Druck. mehr
Zukünftig erhalten Berufliche Schulen eine weitgehende Eigenverantwortung in den Bereichen Personal- und Sachmittel. Diese Voraussetzung ist für eine schulgenaue Personal- und Organisationsentwicklung entscheidend. Mit dem Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB) entsteht eine eigene staatliche Dienststelle für die beruflichen Schulen. Die Kooperation mit den Ausbildungsbetrieben wird ausgebaut. Grundlage dafür sind die erfolgreichen Beispiele der bestehenden Lernortkooperationen. Durch stärkere Beteiligung wird die Wirtschaft auch "mitverantwortlich“ für den Erfolg der beruflichen Bildung sowie für die Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitschancen für junge Menschen in Hamburg. mehr
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Die starken bayerischen Haupt- und Realschulen tragen entscheidend zum Sieg des Freistaates im nationalen Pisa-Test bei. Die CSU sieht das gegliederte Schulsystem bestätigt, doch Kritiker werten dies als Indiz gegen die frühe Auslese. Denn fast die Hälfte der Nichtgymnasiasten ist fit fürs Gymnasium. mehr
Heißt der Leitstern unserer Schuldebatten nun nicht mehr Finnland, sondern Bayern? Ist jetzt das erste Gebot der finnischen Schule - "Du sollst Kinder nicht beschämen" - von einem selektiven Schulsystem widerlegt? Gilt das neue pädagogisches Testament, dass die "Schule für alle" den unterschiedlichen Individuen am besten gerecht wird, nicht mehr? Jedenfalls hat Pisa die Deutschen wieder mal kräftig irritiert. mehr
Kleine Orte in Brandenburg praktizieren seit Jahren, was demnächst in der Republik Schule machen wird: In "kleinen Grundschulen" wird jahrgangsübergreifend unterrichtet. Das ist uralt und hochmodern, weil das Lernen mit einem solchen Unterricht individualisiert wird. mehr
Auch Schulen bekommen Zeugnisse. Tagelang streifen Prüfer durch die Klassenräume. Das Protokoll einer Begutachtung. mehr
Der Umbau des staatlichen Bildungssystems unter Premierminister Tony Blair öffnet die Schulen des Landes einer neuen Gruppe von Unternehmen. Sie liefern Bildungsangebote und -strategien oder treten als Sponsoren auf. Aber die Finanzierung kompletter Schulen lohnt sich für sie nicht. mehr
Migrantenkinder tun sich schwer mit Schule, und ihre Eltern verstehen die deutsche Penne nicht. In Berlin arbeiten engagierte MigrantInnen mit Schulen und Eltern zusammen. Mit Erfolg. Sie bringen zu Stande, was Sozialwissenschaftler fordern: interkulturelle Kompetenz statt gleichgültiger Toleranz. mehr
Kinder und Jugendliche sind verschieden in Bezug auf Alter, Geschlecht, Interessen, Erwartungen, Motivation, ethnische, kulturelle und soziale Herkunft, soziale Kompetenz und psychische Entwicklung, sowie in Bezug auf ihre kognitive, emotionale und physische Leistungsfähigkeit. mehr
Erkenntnisse aus Schulaufsätzen 2. Grundschulklasse pps 71 KB mehr
Zielsetzung der österreichweiten Studie "Lehrerarbeitszeit nach Tätigkeitsfeldern und arbeitsmedizinische Untersuchung" war die Erhebung von LehrerInnentätigkeiten, die mit Schule und Unterricht in Zusammenhang stehen, deren zeitliche Quantifizierung sowie die Ermittlung von Be- und Entlastungsfaktoren im Lehrberuf und deren Auswirkung auf den Gesundheitszustand der befragten LehrerInnen. mehr
Untersuchung von Leistungen, Motivation und Einstellungen zu Beginn der beruflichen Ausbildung in Hamburg mehr
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Kinder sind die geborenen Forscher. Mit unvoreingenommenem Blick und getrieben von einem schier unstillbaren Wissensdrang erkunden sie die sie umgebende Welt und stellen dabei eine Menge Fragen. Sie machen Beobachtungen, bilden sich Vorstellungen davon, wie die Dinge zusammenhängen, überprüfen diese in spielerischen Experimenten mit alltäglichen Gegenständen – und tun so nichts anderes als die großen Wissenschaftler mehr
Wenn ihr starker Arm es will: Gewerkschafter und Arbeitgeber haben sich zusammengerauft. Gerechtigkeit und Leistung sollen sich in deutschen Schulen nicht mehr ausschließen mehr
Beim Ländervergleich Vera bearbeiteten 268.000 SchülerInnen in sieben Bundesländern Mathe- und Deutschaufgaben. Das Ergebnis: Mecklenburg-Vorpommerns Nachwuchs hat gewonnen mehr
Diverse Städte erproben ein neues Programm zum frühen Deutschlernen. Zuwandererkinder finden über Klatschen und Spielen zur Sprache. In den Kindergärten Berliner Problembezirke erzielen Rhythmusübungen erste Erfolge - eine schnelle Antwort auf Sprachprobleme ist der Versuch noch nicht mehr
Die SPD in Schleswig-Holstein will Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien vereinen. Aber das Wort Gesamtschule ist tabu. Ein Streitgespräch über den Weg zu mehr Bildungsgerechtigkeit zwischen Ute Erdsiek-Rave und Jürgen Oelkers mehr
Die Nation starrt wegen Pisa nervös auf besseres Lernen. Derweil boomt ein Nebenzweig der Bildung: das milliardenschwere Nachhilfebusiness. Die Nachmittagspaukerei hält selten, was sie verspricht - und benachteiligt Kinder aus ärmeren Schichten mehr
Die wirtschaftsnahe Studie "Vergleich der Bildungssysteme von 16 Bundesländern" der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft finden Sie als
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Die politischen Strategien der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft als
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Nach einer neuen OECD-Studie sind Deutschlands Kindergärten von internationalen Standards immer noch weit entfernt. Die Kleinen lernen zu wenig. Das soll sich ändern mehr
In den neuen britischen Kindergärten für sozial Schwache werden manchmal auch die Eltern mit betreut mehr
Lesenlernen muss ein aktiver individueller Vorgang sein - und kein passives Rezipieren, meint die Grundschulpädagogin Renate Valtin. In der deutschen dreigliedrigen Schule ist ein solches konstruktives Lesenlernen noch nicht üblich. Hier herrscht noch die negative Suche nach Begabungen und Fehlern mehr
Hoher Selbstanspruch und ein idealisiertes Lernbild treiben Lehrer häufig in die Verzweiflung. Psychologen empfehlen als Rezept gegen das innere Ausbrennen: Mach dich selbstbewusst! mehr
An der Studie "Kompetenzen und Einstellungen von Schülerinnen und Schülern im Jahrgang 4" haben sich im Juni 2003 über 14.000 Schüler von 230 Grundschulen in Hamburg beteiligt. Beispielsweise lernen Kinder, die am Nachmittag nicht allein sind, demnach deutlich besser als Schüler, die sich selbst überlassen sind mehr Die Zeit Kurzbericht
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Attraktivität und Qualität von Lehrerweiterbildung durch Selbstbestimmung, Interaktion und Nachfrageorientierung. Erfahrungswissen nutzen - Brain-drain verhindern" mehr: Schu-Qua
"Die Arbeit ist für viele Menschen von heute wie eine milde Krankheit. Heut’ schon Mittwoch? Ach, bis Freitag halt ich’s noch aus, dann ist Wochenende.“ Auch die Schule ist für Frithjof Bergmann eine Krankheit. Allerdings eine Krankheit von einem anderen Kaliber. Bergmann vergleicht sie mit der Pest, mit Aids oder mit Krebs. Die Schule leidet an einer tödlichen Form der Langeweile, die unsere Kinder verkrüppelt, so wie in der chinesischen Geschichte die Füße der Frauen verkrüppelt wurden. Die etwas andere Kritik Bergmanns an der Schule der Gegenwart lautet so: Das Schlimmste an der Schule von heute ist vielleicht nicht, dass sie autoritär sind; Das Schlimmste ist vielleicht auch nicht, dass sie alle Kinder über einen Kamm scheren; Das alles ist schlimm und es ist auch schon oft erkannt worden. Das Schlimmste aber ist eben diese tödliche Langeweile mehr
Schüler dürfen dem reformfaulen Bildungssystem nicht länger geopfert werden mehr
Die Deutschen haben den Wert des Kindergartens nicht begriffen. Die ErzieherInnen haben drei Jahre an einer Uni studiert - mit Praxisbezug. In den Kitas werden vier Kinder von einer Person betreut, und zwar, nebenbei bemerkt, bis zu zehn Stunden am Tag. Auch die finnischen Tagesmütter werden doppelt so lange ausgebildet wie deutsche mehr
In Schulen sieht Lernen heute noch oft aus wie im Industriezeitalter. In einem Film von Reinhard Kahl kommt der Lehrplan nicht vor. Der Publizist zeigt Schulen und Lernorte, an denen fröhliche Schüler auftreten, selbstbewusste Lehrer - und Eltern, die sich freuen, dass die Schulfächer abgeschafft werden
"Die deutschen Schüler sind nicht dümmer und die Lehrer nicht schlechter, aber das Zusammenspiel und die rechten Trainer in der Supervision fehlen. Vor allem darf man Bildung nicht mit Einbildung verwechseln. Man muss in Deutschland aufpassen, dass man Standards und schulische Evaluierung nicht falsch angeht und das Pferd von hinten aufzäumt. Ein Vergleich von reinen Leistungsergebnissen hilft nicht viel, dazu braucht man keine großen Untersuchungen. Wichtig ist es, Ziele für die Bildungsplanung an den Schulen zu nennen, fundierte Indikatoren aufzustellen, nach denen man evaluieren will, sonst kommt langfristig überhaupt nichts dabei raus." mehr
Grundbildender Unterricht an Schulen in Finnland
Alarm im Lehrerzimmer - Deutschlands Kultusbehörden entdecken die Schulinspektion
Bewertung des Fortschritts europäischer Berufsbildungssysteme bis 2010
Weichenstellungen nach PISA - Recherchen in den deutschen Bundesländern GEW, 27.06.03 320 KB
Schülerzahlen, Lehrer und Unterricht in den Bundesländern 1992 - 2001 GEW, 27.06.03 339 KB
Als Vorzeigeland in Sachen Bildung gilt Bremen spätestens seit dem Schulvergleich PISA 2000 nicht mehr. Nun übernimmt die Bremerin Cornelia von Ilsemann (61) den Vorsitz im Schulausschuss der Kultusministerkonferenz (KMK) - eine Schlüsselfunktion für die bildungspolitischen Abstimmungen unter den Ländern. Daneben bleibt sie Leiterin der Abteilung Schulen im bremischen Bildungsressort.
"Der Schulausschuss wird traditionell von einem SPD-Land geleitet", erläutert die ausgebildete Gymnasiallehrerin für Mathematik und Geschichte ihre Berufung durch die KMK. Entscheidend sei "das Parteibuch der zuständigen Ministerin". Unter den fünf Ausschuss-Mitgliedern aus SPD-Ländern war sie die erfahrenste, nachdem sie als einfaches Mitglied bereits vier Jahre lang die Bremer und früher zeitweilig auch die Hamburger Interessen vertreten hatte.
Seit Jahren arbeitet Cornelia von Ilsemann in der KMK zudem in einer Kommission der Staatssekretäre zur Qualitätsentwicklung im Schulwesen mit - als eine der wenigen nicht-politischen, sondern fachlichen Vertreterinnen. So ist die Mitbegründerin der renommierten Max-Brauer-Gesamtschule in Hamburg nicht nur vertraut mit Reformpädagogen, sondern auch mit Ministern und Staatssekretären. Außerdem pflegt sie seit ihrer Hamburger Zeit gute Kontakte zur Forschung: "Die wissenschaftliche Überprüfung von Schülerleistungen war hier in Bremen anfangs ganz ungewohnt."
So überrascht es wenig, dass sie schon einmal, vor gut drei Jahren, im Gespräch für den Vorsitz war. Damals lehnte sie aber ab, weil sie die Abteilung Bildung in Bremen gerade erst übernommen hatte. Und auch diesmal fiel ihr die Entscheidung nicht leicht: "Wir haben in Bremen die größte Schulreform der vergangenen Jahrzehnte vor uns", so ihre Begründung. "Es gibt sehr viel zu tun, vor allem in der Sekundarstufe I" (Klassen fünf bis zehn): die Einführung der neuen Oberschule, die Abschaffung des Sitzenbleibens, eine bessere Sprachförderung in Grundschulen, die Zunahme der Ganztagsschulen, der Umgang mit allen Formen von Heterogenität.
"Ziel", so Cornelia von Ilsemann, "ist ein anspruchsvoller Unterricht, der alle Kinder und Jugendlichen fördert und herausfordert - die besonders Begabten ebenso wie diejenigen, die Unterstützung beim Lernen brauchen. " Die neue Oberschule, in der das alles stattfinden soll, müsse "die Eltern durch gute pädagogische Arbeit überzeugen". Lehrer müssten sich für die neuen Aufgaben weiterbilden, im Team gegenseitig stützen, motiviert von ihren Schulleitern. Und schließlich müsse sich die Lehrerausbildung dem neuen Schulsystem anpassen - alles Prozesse, die im Verantwortungsbereich der Abteilungsleiterin Bildung hegen. Zwei Drittel ihrer Arbeitszeit, so hofft sie, kann sie weiter ihren bremischen Aufgaben widmen; ein Drittel plant sie für die KMK ein.
"Wenn wir behutsam mit dieser Funktion umgehen, bekommt Bremen in der KMK etwas mehr Gewicht", glaubt sie. Schon die Tatsache, dass sie als Vorsitzende die Tagesordnung festlege und dadurch Themen platzieren könne, sei von Vorteil. "Andererseits muss ich in meiner neuen Rolle auch mehr auf Ausgleich bedacht sein." So kämpferisch wie bisher könne sie ihre eigene Position dann nicht mehr vertreten.
Dabei sei das Arbeitsklima im KMK-Schulausschuss "äußerst konstruktiv". Politische Grundsatzdebatten - etwa um die Schulstruktur mit Gymnasium oder Gesamtschulen - würden dort nicht geführt. "Da gehen die Meinungen zu weit auseinander." Der Ausschuss sei "die Arbeitsebene, auf der fachliche Entscheidungen für die Politik vorbereitet werden". Informationen würden dort " so gebündelt, dass die politische Ebene Entscheidungen treffen kann". Es gehe "immer um die Frage: Wie können wir Brücken bauen, damit eine Entscheidung von allen Ländern mitgetragen werden kann." Weil Bildung Ländersache sei, müssten praktisch alle Entscheidungen einstimmig fallen.
"In Lehrplanfragen gibt es keine parteipolitischen Überzeugungen, da gibt es eher Traditionen", sagt Cornelia von Ilsemann. Die Schulsysteme der Länder hätten sich unter dem Schild ihrer Bildungshoheit nämlich vielfach unterschiedlich entwickelt. Einigkeit ist da nicht leicht zu erzielen. Im Zweifel müssten Beschlüsse daher ganz diplomatisch die gemeinsame Basis betonen.
Typisch für solche Einigungen sei etwa der Kompromiss im Streit um die Frage, ob Schüler das Abitur nach Klasse 12 oder 13 ablegen sollen. " Um die gemeinsamen Standards zu halten, hat man sich auf die Zahl der Unterrichtsstunden geeinigt." 265 Wochenstunden müssen die Schüler nach Klasse 5 die Schulbank gedrückt haben. Wer das Gymnasium nach Klasse 13 abschließt, kommt auf knapp 30 Stunden in der Woche. Wer ein Jahr früher fertig werden will, muss dafür im Schnitt 33 Stunden büffeln. "Der Schulausschuss muss fachlich sinnvolle Lösungen finden - Kompromisse, die es Familien erleichtern, bei einem Umzug eine vergleichbare Schule zu finden." Gleichzeitig müssten die Besonderheiten aller Bundesländer berücksichtigt werden.
Der Ausschuss fasse aber nicht nur Beschlüsse, sondern sei zudem ein Netzwerk, in dem Ideen und Erfahrungen unter den Ländern weitergegeben würden. Nach dem Motto: "Das hat Hessen mit Erfolg gemacht; gucken wir mal, ob wir auch etwas damit anfangen können." In diesen Erfahrungsaustausch.^will Bremen zum Beispiel seinen Notfallplan für Schulen einbringen - den Leitfaden für die Reaktion auf Amokläufe und andere Katastrophen, die hoffentlich nie passieren werden.
Die Themen für die kommenden Jahre seien bereits in groben Zügen vorgezeichnet, sagt Cornelia von Ilsemann. So werde Deutschland sich in absehbarer Zeit daran machen, die Forderung der Vereinten Nationen nach "Inklusion" - also vollkommener Einbeziehung Behinderter - umzusetzen. Das neue bremische Schulgesetz sieht das bereits vor - auch wenn kein Zeitrahmen vorgegeben ist. "Insofern sind wir in Bremen schon sehr weit." Aktuell sei auch die Frage nach der "Fremdsprachenfolge" in der Schule. Englisch als erste Fremdsprache bereits ab der Grundschule habe sich inzwischen zwar fast durchweg durchgesetzt, dem sei aber "eine jahrelange Diskussion" vorausgegangen. Jetzt gehe es um den richtigen Zeitpunkt für weitere Fremdsprachen, darunter neben Französisch, Spanisch und Latein auch die Sprachen von Schülern mit Migrationshintergrund wie Türkisch, Polnisch oder Serbisch.
Lehrerbildung, Schulleiterprofessionalisierung, Zuwanderung, Förderstrategien, um die Quote der Schulabbrecher zu halbieren: Das alles sind Themen, die auf KMK-Ebene anstehen. Daneben einigen sich die Länder derzeit darauf, welche Kompetenzen sie von Schulabgängern erwarten. Ziel:
Es soll nicht von den unterschiedlichen Anforderungen der Bundesländer abhängig sein, ob man einen bestimmten Schulabschluss schafft oder nicht. Von Ilsemann: "Es soll gerechter zugehen."
Für Grund- und Hauptschule sowie den mittleren Bildungsabschluss sind diese Bildungsstandards schon vereinbart, jetzt sind - unter Federführung des Instituts zur Qualitätssicherung im Bildungswesen (IQB) - die Standards für das Abitur dran. "Das wird schwierig", sagt Cornelia von Ilsemann. Dies gelte weniger für Mathematik und Fremdsprachen, wo ein bestehender europäischer Referenzrahmen herangezogen werden soll. "Aber Deutsch wird ein Problem, da gibt es ganz unterschiedliche Herangehensweisen in den Ländern."
Besonders schwierig dürfte es werden, wenn zur Vereinheitlichung (Normierung) der Abitur-Standards ein bundesweiter Test durchgeführt wird. Das ist besonders heikel: Die Ergebnisse der Länder könnten auseinanderklaffen, obwohl mit dem Abschluss die gleichen Berechtigungen (etwa zum Studium) verbunden sind.
Ausgerechnet Bremen führt in dieser Zeit den Vorsitz im Schulausschuss der KMK, voraussichtlich für mindestens drei Jahre. Auf der fachlichen Ebene sei das inzwischen alles andere als ein Problem, versichert Cornelia von Ilsemann: "Der Ruf Bremens ist inzwischen sehr gut, zum Beispiel, wenn es darum geht, die eigene Arbeit zu verbessern." So hätten andere Länder die Bremer Sommercamps übernommen - eine Mischung aus Sprachkurs und Ferienlager für Kinder aus aller Herren Länder. Schulleiter haben inzwischen mehr Verantwortung - und dadurch mehr Gestaltungsspielraum. "Viele Schulleitungen leisten hervorragende Arbeit", betont sie. Die Neueinsteiger werden für ihre Führungsaufgaben geschult.
Bremen habe zudem als erstes Bundesland alle allgemeinbildenden und viele berufliche Schulen durch Experten von außen begutachten lassen. Die Schulen hätten die Ergebnisse sehr ernsthaft diskutiert und vielfach zum Anlass genommen, innere Reformen einzuleiten. "Angesichts unserer schwierigen Rahmenbedingungen haben wir viel erreicht." Anlässlich der jüngsten PISA-Erhebung hätten Wissenschaftler schon von "zwei PISA-Siegern" gesprochen: "Gesamtsieger Sachsen - und Bremen als das Land, in dem sich besonders viel bewegt hat."
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